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LAN-to-LAN oder Modem-to-Modem


 

3. Wie stelle ich eine Direktverbindung her?

 

Wie baut man eine Direktverbindung auf?

Ich definiere zunächst den anzurufenden Rechner als Host 1 und den anrufenden Rechner als Host 2
Ich gehe außerdem einmal davon aus, dass beide beteiligten Hosts bereits für den Internetzugang eingerichtet sind und evtl. eine eingerichtete Netzwerkkarte haben (zur Netzwerkkarte komme ich später, für die einfache Direktverbindung spielt sie keine Rolle).
Auf dem Host 1 muss als erstes der DFÜ-Server installiert werden. Dieser findet sich unter "Systemsteuerung/Software/Windows Setup/Verbindungen".

Verbindungen

Unter Details kann man ihn dann installieren.

DFÜ-Server

Soweit ich mich erinnere ist nicht mal ein Neustart notwendig.
Um den DFÜ-Server zu starten, muss man unter Arbeitsplatz das DFÜ-Netzwerk öffnen. Der DFÜ-Server befindet sich oben im Menü unter Verbindungen.

DFÜ-Server im Menü vom DFÜ-Netzwerk

Jetzt kommt es auf die Internetsoftware an. Meine hat mich mit diversen Protokollen zugeschmissen. Man wählt den Eintrag mit ISDN over Internet o.ä. aus. Wenn Ihr nur ein Modem besitzt, wählt Ihr entsprechend das passende Internetprotokoll dafür aus. Nun kann man den DFÜ-Server aktivieren. Vorsichtige Naturen legen noch ein Passwort fest, damit sich nicht jeder einwählen kann.

Aktivieren des DFÜ-Servers

Wichtig! Das Modem muss auf den Anruf reagieren, muss also die eigene Nummer kennen. Das wird bei der Modemsoftware eingestellt. Da jeder Modemanbieter sin eigenes Süppchen braut, kann ich darauf nicht weiter eingehen.
Nun kann sich Host 2 bereits einloggen. Dazu legt man dort eine ganz normale Internetverbindung über das DFÜ-Netzwerk an. Als Telefonnummer gibt man die des Hosts 1 ein. Der Benutzername ist unwichtig, da dieser nicht überprüft wird. Sollte ein Kennwort auf Host 1 angegeben worden sein, muss dieses auf Host 2 natürlich eingegeben werden. Nach einem Klick auf "Verbinden" sollte bereits eine Verbindung aufgebaut werden. Nach dem Einloggen hat Host 1 (Server) als IP-Ad- resse die 192.168.55.1 und Host 2 (Client) die 192.168.55.2.

Direktverbindung

Geschafft! Dem Spielvergnügen zu zweit steht nichts mehr im Wege. Selbst in der Netzwerkumge- bung sind eingerichtete Freigaben zu bewundern. Leider ist der DFÜ-Server nicht multilinkfähig, so dass man sich bei ISDN mit einem Kanal also 64 kBit begnügen muss. Glücklicherweise werden die Daten aber automatisch komprimiert.
Man kann unter den Eigenschaften der Verbindung noch das NetBEUI und das IPX-Protokoll ausschalten. NetBEUI wird sowieso von kaum einem Spiel genutzt und eine probeweise IPX-Ses- sion mit Starcraft führte zu einem Absturz, sobald sich der andere Spieler in die Lobby einloggen wollte. Da Starcraft keine direkte IP-Verbindung anbietet muss noch ein Battle.net-Server einge- richtet werden (www.net-games.de). OK, ich gebe zu, dass man bei einigen Spielen doch nicht mit den Hausmitteln auskommt. Wie man das macht, erkläre ich demnächst noch!